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Construction Innovation Lab BOKU Wien

Wettbewerb / 2026 - Anerkennungspreis

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Urbanogram - Will Spring be far?

Publikation / 2026

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Erweiterung Mittelschule Strassgang

Wettbewerb / 2025

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[1] Percy Bysshe Shelley, “Ode to the West Wind,” in Prometheus Unbound: A Lyrical Drama in Four Acts, With Other Poems (London: C. and J. Ollier, 1820).

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[2] Quote from Percy Bysshe Shelley’s handwritten text with the word spring spelt with a capital “S”. 

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[3] “11th April 2020, No.1 2020” iPad painting shown with animation, from the Series 220 for 2020 - Normandy on Ipad. Norman Rosenthal and Fondation Louis Vuitton, David Hockney (Thames & Hudson, 2025).

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[4] Inspired by the phrase 

傲雪凌霜 [àoxuě líng shuāng] meaning “braving snow and frost”, derived from the Song dynasty Yáng Wújiù’s Willow Tips Green.

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Im Kontext anhaltender politischer Konflikte, ökologischer Krisen und sozialer Destabilisierung erweckt die Gegenwart oftmals den Eindruck eines endlosen Winters. Gestalterische Disziplinen wie Architektur und Städtebau können konstruktiv auf diese Herausforderungen reagieren, festgefahrene Probleme aus einer frischen Perspektive betrachten und durch kreative Ideen eine hoffnungsvolle Zukunft einläuten. 

 

Urbanogram: Journal of the Built Environment lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie ArchitektInnen, DesignerInnen und ForscherInnen mit radikalem Optimismus einen neuen Frühling beginnen können. In dieser Ausgabe teilen AutorInnen ihre Ideen über resiliente, lebenswerte und vor allem menschliche Städte der Zukunft im Kontext von Zeit, Ort und Möglichkeit. Kernthemen stellen urbane Erneuerung, die Neu- und Wiederfindung bewährter Konzepte, sowie technischer Fortschritt in einer Zeit des sozialen, politischen, ökologischen und ökonomischen Umbruchs dar. In diesem Zusammenhang bedeutet Revolution nicht zwingend, Bestehendes zu zerstören und von Beginn an neu aufzubauen, sondern vielmehr, das Vorhandene aufzugreifen, umzugestalten und ihm eine neue Form zu geben.

 

„Will Spring be far?“ („Wird der Frühling fern sein?“) dient daher als Einladung, über die Herausforderungen des Augenblicks hinauszudenken und sich auf eine Zukunft der Transformation und Selbstreflexion einzulassen. Inspiriert von Percy Bysshe Shelleys Gedicht „Ode to the West Wind“ [1] knüpft das Thema dieser Ausgabe an die abschließende Frage des Textes an: „Wenn der Winter kommt, kann der Frühling dann noch fern sein?“ [2] Diese Frage provoziert eine Vision der Zukunft, ohne die Vergangenheit als Inspirationsquelle aus den Augen zu verlieren. 

 

Das schlichte Titelbild dieser Ausgabe symbolisiert einerseits das stille Weiß des Schnees, der im Winter Teile der Welt weiß bedeckt. Davor wird der Titel in großen Buchstaben in den hellen Farben einer Baumblüte im Frühjahr sichtbar. Diese gestalterische Geste würdigt die Blüte der „Prunus mume“, der japanischen Aprikose, welche ihre Knospen noch während der kalten Jahreszeit entfaltet. In der chinesischen und japanischen Kultur stehen diese Blüten für Widerstandskraft, Hoffnung, Erneuerung, Reinheit und Schönheit. In ihren Arbeiten setzen auch KünstlerInnen oftmals Kirschblüten im Schnee ein, um Stärke, moralischen Mut und stillen Optimismus zu symbolisieren. Bei dem Bild der Baumblüte hinter den Buchstaben des Titelbildes handelt es sich um David Hockneys iPad-Zeichnung mit dem Titel „11th April 2020 No.1“ [3]. Hierbei versteht der Künstler die Blüten nicht als dekoratives oder zerbrechliches Element, sondern vielmehr als Widerspruch zu Pessimismus. Als Hommage an David Hockney schwört „Will Spring be far?“ somit auch den Geist der „Swinging Sixties“ herauf - jener in den 1960er-Jahren in London verankerten Kulturbewegung, die von Jugendkultur und Rebellion ebenso geprägt war wie von Optimismus und gesellschaftlichem Wandel. Auch in diesem Thema finden sich die Herausforderungen für GestalterInnen unserer Zeit wieder: Allen Widrigkeiten zum Trotz unsere gebaute Umwelt neu zu denken und mit Freude zu gestalten. 

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